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E39 Standlicht in E36 Scheinwerfer ab 10/96 , Montage hinter der Streuscheibe, nicht DE-Technik.
Andere Scheinwerfer erfordern andere Vorbereitungen, wird evtl. hinzugefügt. Druckerfreundlich!
Bitte vor Beginn aufmerksam alles durchlesen, da Fehler sehr ärgerlich sind! Umbau auf eigene Gefahr! Ich habe absichtlich das Thema "Scheinwerfer ausbauen" weggelassen, denn meiner persönlicher Meinung nach fangt ihr am Besten erst gar nicht erst an, wenn ihr nicht wisst wie das geht.

Vorbereitung

Zuerst eine Zusammenfassung der benötigten Teile mit Teilenummer oder Zulieferer und Preis:
8x LED 5mm weiss ultrahell 6800mcd / 0,02A, 4,0V

Segor

ca. 2,40 €/Stk.

1x Massekabel (braun) 1m / ø 0,75mm²

Conrad

ca. 0,70 €/m

1x Pluskabel (in diesem fall grau) 1m / ø 0,75mm²

Conrad

ca. 0,70 €/m

4x Widerstand 300Ω

Conrad

ca. 0,50 €/Stk.

1x Europlatine (durchgehende Leiterbahnen)

Conrad

ca. 12,00 €/Stk.

4x Rundstecker

61 13 1 376 193

ca. 0,60 €/Stk.

Benötigtes Werkzeug/Hilfsmittel:
Lötkolben mit Zubehör, Abisolierzange, Zwickzange, Dremel mit Zubehör (o. ä.), Schraubendreher flach, Torx-Schlüssel 20, Schlüsselfeile Hieb 3/3mm, Heißklebepistole, Reinigungsalkohol (o. ä.), schwarzer Pinsellack matt, Q-Tips, Antistatische Tücher (z.B. Swiffer), Teppichmesser

Vorhanden sein sollte außerdem Druckluft, Netzgerät, Spannungsmesser

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Schritt 1: Ringe vorbereiten

Vorweg einmal ist zu sagen, dass man die Ringe wie rohe Eier behandeln muss. Ich habe wirklich höllisch aufgepasst bei der Bearbeitung und trotzdem entstanden kleine Spannungsrisse. Diese Risse machen (hoffentlich) nichts aus, solange man sie nicht weiter belastet. Wie sie auf Temperaturschwankungen reagieren ist so viel ich weis noch nicht bekannt. So jetzt kanns losgehen.

Wenn die Ringe (hoffentlich intakt) bei euch ankommen, sind noch die Aufnahmen für die Fiberoptics (Lichtleiterkabel) und die kleine "Nase" unten dran (siehe Bild). Beides muss weg! Denn glaubt mir, es ist schon schwer genug die Ringe an sich im Scheinwerfer unterzubringen. Für alle die Die Fiberoptic benutzen wollten, vergesst es! Die Nase stört zwar platzmäßig nicht weiter, ist aber später im Scheinwerfer zu sehen und das muss ja nicht sein.

Also weg damit!
Ich habe dazu einen Dremel mit zylindrischem Schleifstein benutzt und bei etwa 2500/min Millimeter für Millimeter abgeschliffen. Es ist sehr wichtig, dass ihr nicht zu viel auf einmal abnehmt, da das Acryl bei der hohen Drehzahl schnell sehr heiß wird und euch das Werkzeug verstopft. Dies kann dazu führen, dass sich das ding im Ring "festfrisst" und euch der ganze Kram (zerbrochen) ins Gesicht spritzt!
Ist die Nase einmal weg, sollte die Oberfläche nicht all zu rau sein, also wird sie ein wenig poliert. Hierfür habe ich ganz normale Autopolitur und Einweg-Taschentücher benutzt. Passt auf, dass ihr die Ringe nicht zu sehr dabei verbiegt!

So und jetzt gehts den Aufnahmen für die Fiberoptic an den Kragen!
Dazu habe ich wieder den Dremel bei gleicher Drehzahl benutzt mit einer 0,5mm dicken Trennscheibe (20mm im Durchmesser).
Den Schnitt setzt ihr auf beiden Seiten in Höhe der zweiten Einkerbung an. Dank der Einkerbungen kann man den Schnittwinkel sehr schön nachvollziehen, welcher gleich sein sollte wie die Kerben. Da die Trennscheibe noch größer im Durchmesser ist, hat sie logischerweise eine noch höhere Umfangsgeschwindigkeit, d.h. das Acryl wird noch schneller heiß. Also Vorsicht ist geboten!

Jetzt gehts an die Handarbeit - das Feilen
Zunächst sind die Schnittflächen der soeben verabschiedeten Fiberoptic Aufnahmen zu glätten und die Kanten zu brechen (= scharfe Kanten durch abschrägen vermindern). Nun müsst ihr zum ersten mal die Streuscheibenhalterung hernehmen um die Ringe zu "vermitteln", das bedeutet die endgültige Position festzulegen. Meiner Erfahrung nach ist links und rechts etwa 5mm Platz bis zum überstehenden Rand der Streuscheiben. Setzt den Ring in die Mitte. Der Abstand zum unteren Rand sollte etwas geringer sein, etwa 3mm. Ihr könnt den Ring kurzfristig mit Tesa fixieren um das ganze von außen zu betrachten. Hier seht ihr nämlich den Grund, warum der Ring etwas weiter nach unten zu rücken ist, als die Abstände zur Seite. Es passt so einfach besser.
Nachdem ihr die endgültige Position festgelegt habt markiert ihr auf beiden Seiten des Rings die Position des oberen Randes der Streuscheibe, hier wird jetzt eine Kerbe eingefeilt (siehe Bild).
Ich habe dazu eine 3mm breite Schlüsselfeile mit Hieb 3 verwendet, die etwa gleich breit ist wie der Rand der Streuscheibe. Wenn ihr eine ähnlich breite Feile verwendet, ist es wichtig, dass der Winkel der Kerbe stimmt! Denn sonst habt ihr kein großes Spiel um die Position der Ringe nachträglich zu verändern. Um die Passgenaugkeit des Winkels zu prüfen und sicherzustellen könnt ihr am oberen Ende der Ringe einen Winkel oder Stahllineal o. ä. anschlagen und parallel dazu feilen. Die Kerbe sollte etwa. 2mm tief sein.

Wenn ihr dachtet, dass schlimmste liegt hinter euch, muss ich euch enttäuschen, denn jetzt wirds leider richtig heikel, denn es geht ans Bohren!
Ich hab wiederum meinen heißgeliebten Dremel benutzt mit gleichbleibender Drehzahl und einem 3mm Spiralbohrer.
Das aller wichtigste ist, dass ihr es schafft den Bohrer korrekt in der Mitte anzusetzen (ich habe auf einen Zentrierbohrer verzichtet, da es damit auch nicht leichter wird). Die Tiefe des Lochs sollte etwa mit der Länge einer LED harmonieren, also ca. 8mm. Das maschinelle Aufbohren auf 5mm war mir zu riskant, also hab ich den Bohrer in die Hand genommen und langsam Millimeter für Millimeter "herausgekratzt". Wenn ihr bis auf den Grund vorgedrungen seid, muss der Selbe noch poliert werden. Wie?
Ganz einfach: Autopolitur rein und Bohrer rückwärts drehen, den Ganzen Schlamm dann mit Q-Tips und auswaschen.

Wenn ihr das habt, ist der Ring fertig vorbereitet zum Einbau! Bravo!
Jetzt bloß nicht fallen lassen!

 

Schritt 2: Verkabeln

Zunächst bereitet ihr die Haupt- und die LED-Platinen vor. Man könnte auch die Kabel direkt an die LEDs löten, aber ich halte diese Lösung für Murks.
Die Platinen für die LEDs hat die größe von 2 x 2 Löcher und die Hauptplatine von 4 x 4 Löchern, an der Hauptplatine müssen die zwei äußeren Leiterbahnen in der Mitte durchtrennt werden, denn hier werden die Widerstände eingelötet (siehe Bild). Ich hab die Stellen mit einem Teppichmesser angeritzt und anschließend ausgekratzt, es gibt sicher bessere Wege das zu tun, aber egal.

Nachdem die Widerstände drin sind, müssen die beiden äußeren Bahnen (die jeweiligen Plusbahnen für beide Ringe) auf eine der beiden mittigen Bahnen verbunden werden, diese werden dann schließlich unsere Haupt-Pluskabel (siehe Bild).
Die LEDs werden wie folgt eingelötet:

Das sieht dann so aus wie auf dem Bild rechts. Ich habe die Hauptplatine in der Mitte der Scheinwerfer angebracht, also schätzt die Kabellängen so ab, dass es passt. Die Kabel selbst kann man wunderbar in dem Spalt zwischen Streuglasrand und Halter verstecken und diesen mit Heißkleber auffüllen (siehe Bild). Nun könnt ihr die LEDs in die Ringe stecken und sie mit der Einkerbung auf den Streuglasrand setzen und verkleben. Wichtig dabei ist, dass ihr beide Enden gleichzeitig verklebt, um Spannungen zu vermeiden. Um den Heißkleber zu kaschieren, hab ich ihn matt schwarz angepinselt.

 

Schritt 3: Einbau

Wenn bei euch genauso viel schief lief, wie bei mir, werdet ihr froh sein zu hören, dass dies der letzte Schritt ist!
Aber deswegen ist er nicht weniger schwer. Denn nun gehts ans Scheinwerfergehäuse modifizieren. Je nach dem wie platzsparend ihr gearbeitet habt, umso weniger müsst ihr nun wegschleifen. Dazu hab ich mal wieder den Dremel benutzt. Viel dazu sagen kann ich nicht, denn es muss individuell angepasst werden. Bei mir musste ich am ersten Scheinwerfer kaum was machen, aber dafür umso mehr am Zweiten (siehe Bild).
Der Spalt war zum Glück in der Tasche unterhalb der oberen Halterung und konnte so locker mit Silikon aufgefüllt werden und war unsichtbar von außen.

Solltet ihr dann schließlich alles zusammen haben und die Kabel z.B. durch die Abblendlichtdichtung nach außen geleitet haben, müssen noch die Rundstecker angebracht werden, um sie in den vorhandenen Standlichtstecker platzieren zu können. Es gibt zwar für die Rundstecker extra eine Zange von BMW, aber die wenigsten von euch werden diese je in der Hand halten. Ich habe die Kabel erst mit einer Kombizange reingequetscht und anschließend noch verlötet. Da es leider kein passendes Gegenstück zum Standlichtstecker gibt müssen die Kabel mit Isolierband am Stecker befestigt werden.

 
 
Das war's!
Nicht vergessen die Scheinwerfer einstellen lassen!
Und dann schauts so aus:

Achtung: Die Anleitung befindet sich noch im Aufbau, falls ihr nicht weiter wisst oder was in der Anleitung fehlt, schreibt mir!

 

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Nochmals Danke SureShot, dass Du uns Deine Einbauanleitung zur Verfügung gestellt hast.

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